| Urlaubsort: Selce (Crikvenica) |
Ein Ort mit hundertjähriger Fremdenverkehrstradition. Das erste Seebad wurde bereits im Jahr 1894 eröffnet, und so gilt dieses Jahr als Beginn des Tourismus. Selce ist ein typischer Küstenort mit einem entwickelten Unterkunftsangebot (Hotels, Campingplätze, Zimmer), mit gepflegten Stränden überwiegend mit Kiesstein; kleiner Bootshafen, malerische Uferpromenade. Plätze für Sport und Freizeitaktivitäten an Land (Tennis, Minigolf) sowie im Meer (Wassersportmöglichkeiten). Kulturveranstaltungen und Unterhaltung bietet der nahegelegen Ferienort Crikvenica. Sehr populär sind die Fischerfeste am Kai (12. Juli und 12. August) sowie der Fischfang, an dem auch Gäste teilnehmen können (17. August). Deshalb ist Selce ein ausgezeichneter Urlaubsort für einen aktiven Urlaub - allein zu zweit oder mit der ganzen Familie.
Zwei "Blaue Fahnen" wehen an den Badestränden
An den Badestränden von Selce wehen sogar zwei "Blaue Fahnen", als Zeichen der Qualität, des Umweltschutzes und der Sauberkeit des Meeres. An der Adria wurden in diesem Sommer insgesamt 16 "Blaue Fahnen" gehisst, und nicht umsonst wurde Selce mit sogar zwei "Blauen Fahnen" ausgezeichnet. Aber nicht nur Strände wurden in Selce vorbildlich saniert, auch was die Pflege des Ortes und das reichhaltige Angebot angeht, hebt sich Selce über den kroatischen Durchschnitt.
Selce liegt an der Riviera des benachbarten Crikvenica, und die zwei Urlaubsorte ergänzen sich hervorragend. Somit lässt das Sport-, Freizeit- und Vergnügungsangebot in Selce und Umgebung an nichts mangeln. Den Gästen stehen u.a. mehr als 60 Lokale, Restaurants, Bistros und Cafes, vier Terrassen mit Life Musik, sowie eine Diskothek zur Verfügung. In Selce stehen die Gäste an erster Stelle. Die Zuständigen sind bemüht den Gästen mehr als Sonne und Meer zu bieten. So werden Ausflüge auf richtigen Fischerbooten organisiert, finanziert von Tourismusverband, bei denen die Gäste in die Geheimnisse der Fischerei eingeweiht werden oder Abende an denen die Gäste zusammen mit den Gastgebern Fisch grillen können. Selce hat auch ein Freizeitbad mit zwei Swimmingpools auf der Knezina, am Meeresufer. Er wurde im Jahr 1996 gebaut und ist immer sehr gut besucht. Einige Lokale und Geschäfte bereichern das Angebot.
Ein kleines, von Menschenhand geschaffenes "Goldkap"
Zweifellos stellen die Strände den besten Teil des touristischen Angebots von Selce dar. Was wir in Selce gesehen haben, hat uns begeistert, weil hier die bisher ungepflegten Küstenabschnitte in hervorragende Badestrände verwandelt wurden. Der Unternehmer Miroslav Mesaros, der die Konzession für einen Küstenabschnitt bekommen hat, der in Selce früher als zum Baden ungeeignet galt, investierte noch 250 000 Mark und richtete den Badestrand "Poli mora" her. Er schüttete die Küste mit Steinblöcken und anschließend mit Kies und teilweise Meeressand auf, und schuf einen Strand, der ein wenig an den berühmten Strand "Goldkap" in Bol erinnert. Zwischen den zahlreichen Sonnenschirmen und Liegen hat Madar (Ungar), wie die Einwohner von Selce Herrn Mesaros nennen, auch Teppichboden ausgelegt, um den Gästen angenehmeren Zugang zum Meer zu ermöglichen. Der Badestrand "Poli mora" hat einen Weg für Behinderte, ein hervorragendes Lokal, Duschen, Rettungsdienst, Sanitäranlagen, Umkleidekabinen und ein gutes Sport- und Erholungsangebot. In der Nähe befindet sich der Strand "Rakan", auch in Konzession, zwar etwas bescheidener ausgestattet aber auch mit einem guten Sport- und Erholungsangebot. Die beiden Strände sind öffentlich und die Gäste von Selce zahlen keinen Eintritt. Ein dickes Lob für die Unternehmer.
Kulturerbe
Selce entstand an der Stelle des römischen Postens Ad turres; Reste römischer Architektur mit Wasserspeicher aus dem 2. Jh. - Erstmalige Erwähnung 1366 als Teil der Pfarre von Bribir mit kleiner Katharinenkirche von 1498. Entwickelt sich später als Hafen des Besitztums der Familie Zrinski in Vinodol; Lagerräume für Wein und Salz sowie Zollstelle (ein erhaltener Lagerraum). In der Altstadt ist die ursprünglich ländliche Küstenarchitektur - Gebäude mit hoch ummauerten Höfen - erhalten. Die St. Katharinenkirche (1886) weist späthistoristische Merkmale auf. Anfang des 20. Jh. werden in Selce mehrere Hotels, Pensionen und Villen im Historizismus- und Sezessionsstil gebaut. In der alten Olivenölpresse am Ufer wurde 1950 die Galerie "Toc" von Hajrudin Kujundzic eröffnet. Auf dem Hügel Sveti Juraj (St. Georg) steht die gleichnamige gotische Kirche und unter dem Berg die kleine Votiv-kirche St. Fabian und Sebastian aus dem Jahr 1849.
Allgemeine Informationen
Selce, Stadt mit Hafen am Ufer des Kanals von Vinodol, 3 km südöstlich von Crikvenica; 22 m ü.d.M.; 1439 Einw. Liegt an einem karstigen Hang an der gleichnamigen Bucht und ist durch das Selce-Kap von der kleineren Slane-Bucht getrennt. Selce entstand an der Stelle einer antiken Römersiedlung neben den Quellen Jama, Polaca u.a. Es diente dem 5 km entfernten Bribir, der alten Festung von Vinodol, als Hafen.
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